Die vollkommene Vereinigung mit allen Dingen
by admin
Das grösste Übel ist es, in eine Religion hineingeboren zu werden, denn da entstehen auch religiöse Konzepte und eine freie Denkensart und eine freie Erkenntnis wird dann nahezu unmöglich.
Wärst du in der Türkei geboren, dann wärest du ein Moslem und würdest die Evangelischen als ungläubig bezeichnen. In Japan wärst du Shintoist. Wärest du in Indien geboren, dann wärest du eine hundertprozentig überzeugte Hinduistin. In China, Taoistin, in Sri Lanka Buddhistin. Und wärest du geboren unter den Indianern, dann wäre das Mass aller Dinge Manitu.
Wenn jetzt von jeder Religion ein Vertreter zu einer Zusammenkunft kommt, wer hat die Wahrheit? Streit ohne Ende. Sich verlieren in Tausend verschiedenen Ideen.
Aber was ist die Wahrheit?
Die Wahrheit ist, dass alle großen Meister immer vom selben gesprochen haben, nämlich vom Geist.
Sie konnten ihn fühlen, denn er brachte ihnen Erkenntnis, Weisheit und Tiefe, und zuletzt die vollkommene Vereinigung mit allen Dingen.
Und liest man diese Meister aus verschiedenen Traditionen und verschiedenen Ländern, dann stellt man erstaunt fest, dass sie alle dieselben Erfahrungen gemacht haben. Diese Erfahrungen waren ein grenzenloses Bewusstsein. Das Erlöschen von Angst und Unsicherheit und Zweifel. Das Erlöschen des Todes und zuletzt das Eintauchen in eine unendliche wundervolle, herrliche alles überstrahlende Liebe.
Bewirken kann dies alles nur der Geist, denn aus ihm entfaltet sich eine Fülle. Und der Geist ist fühlbar. Der Geist ist keine Therorie und keine Philosophie, sondern er ist fühlbar, als sanfter, kühler Hauch über dem Kopf und auf den Händen.
Ich erlebe das alltäglich und fühle es auch. Und bei manchen Meditationen versinke ich in solch eine wunderschöne Stille und solch eine Schönheit, dass zu erzählen Worte längst nicht mehr ausreichen, sondern nur mehr die Erfahrung allein, der Beweis für das ist, was ich hier geschrieben habe.
Auf der ganzen Welt und in allen Religionen leben Menschen mit erweckter Kundalini. Und sie brauchen miteinander nicht mehr streiten, weil sie fühlen alle dasselbe und haben dieselben Erfahrungen. Und bei allen hat sich das Bewusstsein langsam verändert. Sie sind tiefer geworden. In ihren Gesichtern sind keine Schatten von Angst und Zweifel, sondern sie haben einen ruhigen Ausdruck im Gesicht und sehr klare Augen.
Wäre die Kundalini eine Philosophie, dann wäre das etwas anderes. Wir könnten darüber diskutieren und die kühnsten Theorien erfinden ohne jemals tatsächlich einen Wahrheitsbeweis dafür zu haben. Die Kundalini ist eine Realität, sie hat weder mit dem Glauben zu tun, noch ist sie gebunden an eine Kultur oder an eine Wissenschaft, denn es ist die Kraft die war bevor noch die Schöpfung war und sie wird noch sein wenn diese Schöpfung nicht mehr ist.
Ewig ist sie, unendlich und vollkommen ihre Liebe. Nur sie war es, immer nur sie, die die großen Sucher erleuchtete und ihnen das Wissen brachte, vor der sich die Weisen verneigen und die Wissenden hochachten und die Liebenden geniessen.
Elias der Poet
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